Aktuell
Vorlesungszeiten

2017/2018 Wintersemester:
01. September 2017-28. Februar 2018

Vorlesungszeit: 18.09.2017-02.02.2018
Vorlesungsfreie Zeit:  03.02.2018 - 04.03.2018
Weihnachtsferien:  23.12.2017-07.01.2018

2018 Sommersemester:
01. März 2018-31. August 2018

Vorlesungszeit: 05.03.2018-06.07.2018
Vorlesungsfreie Zeit: 07.07.2018-16.09.2018

2018/2019 Wintersemester:
01. September 2018-28. Februar 2019

Vorlesungszeit: 17.09.2018-01.02.2019
Vorlesungsfreie Zeit: 02.02.2019-03.03.2019
Weihnachtsferien: 22.12.2018-06.01.2019

Öffnungszeiten

Mo. - Fr. 8 - 22 Uhr im Sommersemester
Mo. - Fr. 8 - 21 Uhr im Wintersemester
Sa. 10 - 18 Uhr
Sonntags und an Feiertagen geschlossen
Vorlesungsfreie Zeit: siehe jeweiliger Aushang
Tag der offenen Tür

Nächster Termin: 27.04.2018
weitere Infomationen

Verabreden Sie mit uns auch einen Termin für eine individuelle Mappenberatung.

Studienberatung

Studentische Studienberatung
Smaida Brestrich + Sinja Gerwin
mittwochs: 14.00 - 15.30 Uhr

Beratung für ausländische Studierende
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dienstags 14.30 - 16.00 Uhr

Allgemeine Studienberatung/Bewerbungsverfahren
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Termine nach Vereinbarung unter:
ariane.weidemann@hks-ottersberg.de
Tel. 04205.3949-33
Ort: Verwaltung, 1. OG Campus Am Wiestebruch

Praktikumsinformationszentrum (PIZ)

Praktikumsinformationszentrum (PIZ)

Anna Nau
montags, 14.30 - 16.00 Uhr
Verwaltung, 1. OG Campus Am Wiestebruch
PIZ-Büro

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Bachelor-Abschluss-Feier im Sommersemester 2014

Zur feierlichen Verabschiedung der Absolventinnen, 24. April 2014

Lesen Sie Auszüge aus der Rede von Prof. Peer de Smit.
Die gesamte Rede finden Sie auf dieser Homepage im Bereich "Hochschule" unter "Reden von Rektor Prof. Peer de Smit" als PDF-Dokument.

"VIELE WEGE NACH ROM?

Zur Choreografie der Erfahrung"

[...]
Der Weg als Choreographie

"Natürlich habe ich auch schon früher gewusst, dass es krumme und gerade Wege gibt. Darüber nachgedacht habe ich aber erst, als mir aufgefallen ist, wie unterschiedlich ich mich auf solchen Wegen bewege und wie unterschiedlich die Erfahrungen sind, die sie hervorrufen.

Da gibt es einmal diese schnurgerade gut zwei Kilometer lange Straße, die durch ein Waldgebiet führt. Links und rechts reiht sich Grundstück an Grundstück. Einfamilienhäuser, die zurückgesetzt von der  Straße in ihren Gärten stehen. Obgleich es sich um sehr unterschiedliche Gärten und Häuser handelt, die abwechselnde Eindrücke vermitteln, hat ein Spaziergang auf dieser Straße etwas eher Eintöniges. Eine  Passage. Man geht hindurch, schreitet sie ab und lässt die Dinge passieren, als lägen sie in Schaufenstern. Ende und Verlauf der Straße sind von allem Anfang an absehbar. Die Straße legt sich wie eine Schneise durch den Wald. Sie gleicht einem Schnitt durch die Landschaft. Auf einer solchen Straße hat man das Ziel gleichsam immer vor Augen.

Demgegenüber findet sich in einer anderen Gegend eine Straße, die weniger an der Landschaft  vorbeiführt, als ihre Formationen aufnimmt, so dass ihr Verlauf zumindest streckenweise aus einer  Begegnung mit den verschiedenen Orten der Landschaft hervorzugehen scheint. Auch hier gibt es Häuser und Waldstücke und Gärten, die sich kaum von denen an der anderen Straße unterscheiden. Es ist aber, als bestünde zwischen dem Weg und den Dingen eine Korrespondenz.

Ich habe festgestellt, dass mich diese beiden Straßen in sehr unterschiedlicher Weise bewegen.

Es gibt Wege, die sich lesen lassen wie eine Choreographie. Sie bewegen einen in einer bestimmten Art und Weise. Man bewegt sich in einer bestimmten Weise auf ihnen, die leicht in einen Tanz übergehen könnte.

Ich könnte mir vorstellen, dass Nietzsche dies ähnlich erlebt hat, und dass er aus diesem Erlebnis heraus im Oberengadiner Sils Maria, seine Zarathustra Figur schuf, Zarathustra, den tanzenden Philosophen. Auch er selbst war vielleicht ein solcher Tänzer, der auf seinen täglichen Spaziergängen die immer wieder gleichen Wege beschritt, die ihm die Umgebung von Sils Maria zugänglich und zu Wegen der Erfahrung machten. So hat es jedenfalls Meta von Salis beschrieben, eine damals junge Historikerin, die Nietzsche regelmäßig in Sils Maria besucht und Spaziergänge mit ihr unternommen hat:

Auf den moosigen Pfaden der Halbinsel, den tiefblauen Silser See entlang nach Isola,
den Lärchenwald hinauf nach Laret oder Bella Vista, an der Sägemühle vorbei nach
dem minder intensiv blauen See von Silvaplana und an dessen waldigem Ufer hin zum
Zarathustrastein, wo die Wiesen des verlassenen Surlej beginnen, durch die Schlucht
gegen das Fextal hin – Sommer um Sommer ist er seit 1881 da gegangen, vor sich
hinsinnend, das Auge auf Berg und See ausruhend, langsam, langsam, oder rasch, ein
„Tänzer“, wenn er mit Gedankenbeute beladen seiner „Höhle“ zueilte.


Geschrieben hatte Nietzsche, Teile seiner Zarathustra Dichtung auf der Halbinsel Chasté zu einer Zeit, als wie Meta von Salis schreibt, noch keine Wege heraufführten und das Vieh ungestört auf der Wiese am Waldsaum weidete, im durchsonnten Moos und Heidekraut liegend, von keinem Menschen gestört. Wege und die Wegsamkeit und Zugänglichkeit einer Gegend durch Wege aber hatten für Nietzsche eine besondere Bedeutung. Ihm wurden Wege zu ästhetischen Beweggründen. Sie bewegten seine Füße, sie bewegten seine Gedanken. Sie brachten die Formulierungen seiner Werke in Gang.

An seine Schwester schreibt Nietzsche 1886 über die Halbinsel: Lauter neue Wege: die Stelle, wo ich den Zarathustra ausgedacht habe und einst begraben sein wollte, ist jetzt zugänglich gemacht und als schönste Stelle des Engadin in Ruf gebracht.


Die Methode als Weg

In einem gewissen Sinne sind Wege Verfahren. Wir befahren sie. Sie ermöglichen uns, uns durch ein unwegsames Gelände zu bewegen, uns zurechtzufinden. Darin haben sie einiges gemein mit dem, was wir als Methode bezeichnen, ein Wort, das zunächst einmal nichts anderes bedeutet als auf dem Weg sein.

Wir bewegen uns auf den Wegen, die wir benutzen. Zugleich aber bewegen uns auch die Wege und bringen etwas in Bewegung in uns.

Ich habe Ihnen von verschiedenen Wegen erzählt und davon, wie sie mich bewegt haben. Im Rückblick waren all diese Wege Verfahrenswege, auf denen ich bestimmte Erfahrungen, Einsichten, Erkenntnisse gewinnen konnte. Die Erfahrung des weglosen Wegs auf der Suche nach den griechischen Göttern, die Erfahrung des Weges, den es nicht mehr gibt, die Erfahrung des Weges als Choreographie, das Lesen einer solchen Choreographie in Beziehung zum eigenen Lebenslauf und seinen Stationen, die schnurgeraden und die krummen Wege als unterschiedliche Beweger.

Unter einer Methode verstehen wir heute eine systematische Vorgehensweise, die uns dabei unterstützt, einen Stoff zu bearbeiten, uns mit einer Frage auseinanderzusetzen, ein Problem zu lösen.

Methoden sind Verfahrenswege.
So gibt es etwa bestimmte Verfahrenswege, eine wissenschaftliche Arbeit zu verfassen. Das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten folgt einem Phasenablauf, der wegen seiner inneren Logik keine grundsätzlichen Änderungen verträgt, konstatiert der gestrenge Duden Leitfaden für Studium und Promotion.

Nach einer Methode verfahren, hieße dann, sich auf einem vorgegebenen Weg fortbewegen, um sein Ziel zu erreichen. Es hieße, sich in einer ganz bestimmten wissenschaftlich-systematischen Weise fortbewegen: Von der Hypothese zu ihrer Verifizierung. Von einem Problem zu seiner Lösung. Von einer Frage zu einer weiterführenden Frage.

Bei einer Methode handelt es sich um einen Weg, der bestimmte Ergebnisse oder Erfahrungen sicherstellen will.
Eine Methode ist ein planmäßig angelegter Weg und insofern uns Wege in einer bestimmten Art und Weise in Bewegung setzen, bezeichnet eine Methode auch eine Art sich auf dem Weg zu bewegen.
Aber auch ein aufgezeichneter Satz, eine Tonfolge beschreiben in diesem Sinne einen Weg.
Die Dramaturgie einer Szenenfolge, der Aufbau eines Romanes, die Konstruktion eines Bildes bedeuten, dynamisch aufgefasst, Wegführung. Wir werden als Zuschauer oder Lesende einen bestimmten Weg geführt, auf dem sich uns bestimmte Erfahrungen, Erlebnisse und Einsichten eröffnen sollen.

Wenn uns Wege in einer bestimmten Weise bewegen, dann lassen sich Methoden möglicherweise auch tanzen.

Im Methodischen bewegen sich Künstler und Wissenschaftler auf derselben Bühne. Es mag Unterschiede geben wie sie ihre Methoden artikulieren, es mag Unterschiede geben in den Tanzformen, doch beide verfolgen einen bestimmten Weg. Wer forscht, hat oder entwickelt eine Methode.

Von wissenschaftlicher Methodenpraxis und dem hier geforderten Methodenbewusstsein unterscheidet sich die künstlerische dadurch, dass Methoden bei einer künstlerischen Produktion vielfach erst im nachhinein abgelesen werden und dann als Herstellungsweg abstrahiert werden können, während planmäßiges Vorgehen beim Herstellen einer Hausarbeit eher geraten erscheint.

Ästhetische Formen und Konzepte geben Wege vor. Und indem sie dies tun, könnte man sie als ästhetische Methoden der Erfahrung und Reflexion auffassen.
Ein Sonett ist in diesem Sinne eine Methode. Eine Hymne eine andere. Eine Symphonie: eine Methode. Aber auch ein Blues, ein Rap oder irgendeine völlig frei geschaffene künstlerische Form. Formen zeichnen Wege vor und sie bewegen uns auf diesen Wegen. Texte und Partituren, Zeichnungen und Choreographien bezeichnen Wege, denen wir folgen, die wir in Bewegung umsetzen.

Bei Improvisationen entstehen die Wege im Gehen. Wer sich bewegt, schafft einen Weg. Das mag den spanischen Dichter Antonio Machado zu der Feststellung bewegt haben:
Es gibt keinen Weg. Nur Gehen.

Unterschiedliche Wege erfüllen unterschiedliche Funktionen und bieten unterschiedliche Erfahrungspotentiale an.
Führen verschiedene Wege zum gleichen Ziel?

Viele Wege
, heißt es, führen nach Rom. Und doch habe ich mich manchmal gefragt, ob diejenigen, die sich der Stadt von Süden her nähern, das gleiche Rom erreichen, das diejenigen, die von Norden herkommen, vorfinden?"

Die ganze Rede hier


 Masterabschluss2016©A.González_S.Kählert Masterabschluss2016©A.González_S.Kählert Masterabschluss2016©A.González_S.Kählert Masterabschluss2016©A.González_S.Kählert Masterabschluss2016©A.González_S.Kählert Masterabschluss2016©A.González_S.Kählert
  • © Wenke Wollschläger
  • Tag der offenen Tür Mai 2015
  • kunst, forschung, praxis, punctum

Mappenkurs

27.11. – 30.11.2017, Mo. – Do. von 10:00 – 17:00 Uhr
Für angehende Studierende eines künstlerischen Studiums oder auch für Kunstinteressierte ist die Heranführung an thematisches Arbeiten ein wichtiger Baustein zur Erstellung einer Mappe.

Tag der offenen Tür

Freitag, 27.04.2018, 9.30 Uhr
Neben studentisch geführten Rundgängen durch Kunstateliers und Theaterstudios geben Mappenberatungen und Präsentationen einen Einblick in das Studienangebot der HKS Ottersberg.

punctum

05.12.2017, 18:05 - 19:35 Uhr
Ringvorlesung im Wintersemester 2017/18

  • Viele Hände zu einem Kreis geformt; © Gunnar Wolf
  • @ HKS Ottersberg
  • © Smaida Brestrich

KIIL - Künstlerische Interventionen in Lebenswelten

Sieben Studierende der HKS Ottersberg fliegen im November 2017 nach Venezuela! Nach 2010 und 2013 findet der Austausch mit der Universidad de Zulia nun schon zum dritten Mal statt. 

P1 - Homebase

„Homebase“ war das Thema des interdisziplinären Projekts P1, in dem 60 Studierende aus dem ersten und zweiten Semester innerhalb von zwei Wochen künstlerische Arbeiten fertigten. 

Meditationsprojekt

Vom 14. Juni bis zum 20. Juni hat Lama Sangyas, ein buddhistischer Mönch aus Tibet, unsere Hochschule besucht und einen Meditationskurs gegeben. Ein Folgeprojekt ist in Planung.
 

Masterstudium

Kunst und Theater im Sozialen (M.A. / M.F.A.)

Im interdisziplinär ausgerichteten Masterstudiengang Kunst und Theater im Sozialen planen, konzipieren und strukturieren Studierende ihre Projekte und setzen sie im Zusammenspiel bildnerischer und darstellerischer Ausdrucksformen um. Jede/r Teilnehmer/in wird von einer/m künstlerischen und wissenschaftlichen Mentor/in durch das gesamte Studium begleitet.
Für Studienort-Wechsler/innen: Bei fehlenden Creditpoints vorangegangener Bachelor Abschlüsse bieten wir ein individuelles Upgrade-Studium an.

 

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