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Vorlesungszeiten

2017/2018 Wintersemester:
01. September 2017-28. Februar 2018

Vorlesungszeit: 18.09.2017-02.02.2018
Vorlesungsfreie Zeit:  03.02.2018 - 04.03.2018
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2018 Sommersemester:
01. März 2018-31. August 2018

Vorlesungszeit: 05.03.2018-06.07.2018
Vorlesungsfreie Zeit: 07.07.2018-16.09.2018

2018/2019 Wintersemester:
01. September 2018-28. Februar 2019

Vorlesungszeit: 17.09.2018-01.02.2019
Vorlesungsfreie Zeit: 02.02.2019-03.03.2019
Weihnachtsferien: 22.12.2018-06.01.2019

Öffnungszeiten

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Mo. - Fr. 8 - 21 Uhr im Wintersemester
Sa. 10 - 18 Uhr
Sonntags und an Feiertagen geschlossen
Vorlesungsfreie Zeit: siehe jeweiliger Aushang
Tag der offenen Tür

Nächster Termin: 27.04.2018
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Studienberatung

Studentische Studienberatung
Smaida Brestrich + Sinja Gerwin
mittwochs: 14.00 - 15.30 Uhr

Beratung für ausländische Studierende
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Allgemeine Studienberatung/Bewerbungsverfahren
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Termine nach Vereinbarung unter:
ariane.weidemann@hks-ottersberg.de
Tel. 04205.3949-33
Ort: Verwaltung, 1. OG Campus Am Wiestebruch

Praktikumsinformationszentrum (PIZ)

Praktikumsinformationszentrum (PIZ)

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Verwaltung, 1. OG Campus Am Wiestebruch
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Konzepte des Theaters im Sozialen. Theater und Teilhabe.
Tagung am 14. November 2014

Tagungsbericht

Auf großes Interesse stieß die am 14. November an der Hochschule stattfindende Tagung zum Thema „Konzepte des Theaters im Sozialen. Theater und Teilhabe“. In der bis auf den letzten Platz besetzten Aula der Hochschule konnte Rektor Peer de Smit über 120 Teilnehmer_innen begrüßen. Theoretische Reflexionen, künstlerische Beiträge und Projektberichte eröffneten im Laufe des Tages immer wieder neue Zugänge zur Tagungsthematik und gaben Impulse für die angeregte Podiumsdiskussion am Tagesende. An den Tagungsbeginn stellte Peer de Smit Worte von John Cage, die sowohl den interaktiven als auch einzigartigen Charakter von Kunst unterstreichen: Kunst heißt nicht, dass einer etwas sagt, sondern dass Leute Dinge tun, die jedem (die Beteiligten miteinbezogen) die Möglichkeit geben, Erfahrungen zu machen, die man sonst nicht hat.

Das Theater im Sozialen

In seinem Eröffnungsvortrag ging Christoph Lutz-Scheurle einer Reihe von grundlegenden Fragen zu Funktionen und Implikationen des Sozialen im Theater nach. Ausgehend von Schillers theatertheoretischen Überlegungen in seiner Rede über Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet, wollte Christoph Lutz-Scheurle Theater im Sozialen - über soziale Kontextualisierungen hinaus -vor allem auch als eine geistige Haltung verstanden wissen. Anhand so unterschiedlicher Projekte wie die von Living Theater, Schlingensief oder Rimini Protokoll beleuchtete er Theater im Sozialen in einem Spannungsfeld, das sich zwischen Aktionen und Ambitionen auftut, die die Kunst ins Leben holen wollen und solchen, die das Leben in die Kunst bringen wollen. Mit Blick auf die Theaterpraxis bewertete er soziale Determinierungen von Theater als Label für die Theaterarbeit mit ausgesuchten Zielgruppen eher kritisch. Eine solche Determinierung, so Lutz-Scheurle, verstelle zum einen den Blick auf das Wesen des Theaters und die Dinge in ihrem So Sein (Martin Seel), zum anderen verhindere es, die von Schiller dem Theater zugeschrieben Aufgabe, der Empfindung Raum zu geben, ein Mensch zu sein.

EchoPerformance

Die von Rée de Smit mit Studierenden der Hochschule für die Tagung erarbeitete EchoPerformance inszenierte Theater und Teilhabe als einen komplexen Vorgang auf unterschiedlichen ästhetischen und kommunikativen Ebenen. Die leitende Frage nach dem Raum vollzog sich hier als eine forschende Suchbewegung in der unmittelbaren Erfahrung und Präsenz des körperlichen Ausdrucks. Tanz und Musik, Sprache und Bild gingen in eine Choreographie von intermedialen Echos und Korrespondenzen ein, die Innenräume und Außenräume ineinander übergehen ließen und ein Geschehen von außergewöhnlicher atmosphärischer Intensität schufen.

Theater Direkt

In einer Mischung aus Animation, Comedy und theaterpädagogischer Moderation verstrickte Lorenz Hippe die um die Spielfläche allseitig gruppierten Tagungsteilnehmer_innen in eine Geschichte, die sie sukzessive selbst erfanden und abschließend auch szenisch umsetzten. Die kollektiv produzierte Story, die der Spielleiter durch geschicktes Fragen vorantrieb und in die, so lautet die Regel, jeder Erstvorschlag für den nächsten Erzählschritt einzugehen hat, ganz gleich, ob er herkömmlichen Kriterien kausaler Logik genügt oder nicht, nahm zum Gaudi aller zunehmend abstrusere Formen an und sorgte für ausgiebiges Gelächter.

Theater Direkt, so nennt sich die Ende der 60 er Jahre von R.R. Gregory entwickelte Methode des Improvisationstheaters, das keine Schauspieler neben dem Publikum vorsieht und in der die Chance groß ist, dass alle kreativ animiert und mitgenommen werden, weil buchstäblich nichts falsch gemacht werden kann.

Inklusives Theater

Hans-Joachim Reich gab Einblicke in inklusiv veranlagte Theaterarbeiten, die er, unterstützt von Studierenden, gemeinsam mit Bewohnern der Rotenburger Werke - einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung- und anderen Theaterinteressierten aus der Region durchführt. Als besondere Anreize der Arbeit beschrieb er zum Einen, die Risikoanfälligkeit des Theatermachens in einem sozialen Kontext, wo unvorhersehbare Situationen immer wieder eine Herausforderung an die kreative Intuition darstellen, zum Anderen das Agieren in Gruppen, wo kein Spiel entsteht, wenn sich die Beteiligten nicht aufeinander einlassen.

Theaterarbeit in der Forensik

Christian Bohdal schilderte Erfahrungen und Möglichkeiten der Theaterarbeit in der Forensik. Den in mehrfacher Hinsicht schwierigen Bedingungen des Aktionsortes stellte er eine Reihe von Bedingungen gegenüber, die sich als förderlich erwiesen haben: Langfristig angelegte Ensemblearbeit und der lange Atem, den es dafür braucht. Die Institution als Mitspieler statt als Gegner. Beteiligung aller an den ästhetischen Entscheidungen und gemeinsames Lernen. Das Erzeugen von Spielfreude. Bewusstsein und Reflektion der Relevanz im Prozess und mit Blick auf die Arbeitsziele.

Letzterem könnte etwa die für die Beteiligten entscheidende Erfahrung zugerechnet werden, etwas gestalten können, was wertgeschätzt wird.

Stadtviertelprojekt

Christiane Renziehausen und Nathalie Forstman von den jungen Akteuren am Theater Bremen zeigten eine filmische Dokumentation ihres mit Kindern und Jugendlichen in Bremen Nord durchgeführten Stadtviertelprojekts „homezone“. Unterstützt von einem multiprofessionellen Team, in dem neben einer Tanzkompanie auch ein bildender Künstler mitwirkte, konnten sie diverse Kooperationspartner vor Ort gewinnen. Das Projekt sollte vor allem Theaterungewohnten Zugänge zu theatralen und künstlerischen Aktionsfeldern ermöglichen und hat den Beteiligten neue Blicke auf Potenziale ein Stadtquartier und seine Bewohner eröffnet, die gewöhnlich nur defizitär beurteilt werden.

Forschendes Theater

Geesche Wartemann thematisierte in ihrem Vortrag Theater als Forschung. Dabei beschrieb sie im Blick auf drei exemplarische Projekte unterschiedliche Modelle und Erträge des forschenden Theaters und stellte die Frage nach den besonderen Qualitäten des Theaters zur Ausbildung einer spezifischen Forschungskultur. Unter einem erweiterten Theaterbegriff wurde Theater hier als Medium und Labor einer ästhetischen Feldforschung verständlich, mit der sich soziale Wirklichkeiten und das Wissen darüber neu erkunden, ausprobieren und kritisch reflektieren lassen.

Dabei erweist sich etwa die im Hamburger Fundus Theater von Sibylle Peters entwickelte Lecture Performance als Format, das geeignet ist, tradierte Rollenmuster von Lehrenden und Lernenden aufzulösen: Heranwachsende und wissenschaftlich Versierte kollaborieren als unterschiedliche Experten und Partner in einem Experiment, das neue Formen der Öffentlichkeit schafft und Wissen in theatralen Erfahrungen zugänglich macht.

Schließlich charakterisierte Geesche Wartemann forschendes Theater als Modell, das Theater und Soziales nicht als Alternativen begreift, sondern das zwischen ihnen liegende Feld in Schwingung bringt.

Podiumsgespräch

Die abschließende von Ralf Rummel-Suhrcke moderierte Podiumsdiskussion, an der sich außer den Referent_innen auch die Tagungsteilnehmer_innen rege beteiligten, rückte noch einmal die Frage nach der Wirklichkeit im Theater und dem Theater in der Wirklichkeit in den Mittelpunkt. Das einzige Wirkliche im Theater sei die Panne, so brachte es Niels-Peter Rudolph, der als Regisseur und Intendant über mehrere Jahrzehnte hin deutsche Theatergeschichte geschrieben hat, auf den Punkt. Aus dieser Erkenntnis lassen sich natürlich ganz unterschiedliche Konsequenzen ziehen, je nachdem ob man mehr die Wirklichkeit oder mehr das Theater im Sinn hat.

Die Tagung hat jedenfalls sehr deutlich gemacht, dass eine Bestimmung des Theaters im Sozialen mit einer Verständigung über den Begriff des Theaters einhergehen muss und dass sich die sozialen Implikationen des Theaters letztlich nur aus einer solchen begrifflichen Klärung heraus als sozial relevante Potenziale ergreifen lassen.

Fotos: Andrea Keuk






  • © Wenke Wollschläger
  • Tag der offenen Tür Mai 2015
  • kunst, forschung, praxis, punctum

Mappenkurs

27.11. – 30.11.2017, Mo. – Do. von 10:00 – 17:00 Uhr
Für angehende Studierende eines künstlerischen Studiums oder auch für Kunstinteressierte ist die Heranführung an thematisches Arbeiten ein wichtiger Baustein zur Erstellung einer Mappe.

Tag der offenen Tür

Freitag, 27.04.2018, 9.30 Uhr
Neben studentisch geführten Rundgängen durch Kunstateliers und Theaterstudios geben Mappenberatungen und Präsentationen einen Einblick in das Studienangebot der HKS Ottersberg.

punctum

05.12.2017, 18:05 - 19:35 Uhr
Ringvorlesung im Wintersemester 2017/18

  • Viele Hände zu einem Kreis geformt; © Gunnar Wolf
  • @ HKS Ottersberg
  • © Smaida Brestrich

KIIL - Künstlerische Interventionen in Lebenswelten

Sieben Studierende der HKS Ottersberg fliegen im November 2017 nach Venezuela! Nach 2010 und 2013 findet der Austausch mit der Universidad de Zulia nun schon zum dritten Mal statt. 

P1 - Homebase

„Homebase“ war das Thema des interdisziplinären Projekts P1, in dem 60 Studierende aus dem ersten und zweiten Semester innerhalb von zwei Wochen künstlerische Arbeiten fertigten. 

Meditationsprojekt

Vom 14. Juni bis zum 20. Juni hat Lama Sangyas, ein buddhistischer Mönch aus Tibet, unsere Hochschule besucht und einen Meditationskurs gegeben. Ein Folgeprojekt ist in Planung.
 

Berufsfelder

Wo arbeiten unsere Absolvent_innen?

Theaterpädagog_inen und Kunsttherapeut_innen arbeiten in Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, der Alten- und Behindertenhilfe, der psychiatrischen Nachsorge und der Rehabilitation, der Heilpädagogik und der Suchtkrankenhilfe, im Strafvollzug und in Wirtschaftsunternehmen. Aber auch im Theater, in sozio-kulturellen Stadtteilprojekten, Schulen und Bildungsstätten. Vielfach wird das Arbeitsleben von Projekten im In- und Ausland geprägt sein. Oder Sie entscheiden sich für die eigene Praxis oder wirken als Freie Bildende Künstler_innen.

 

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